14.03.2025

Handlungsempfehlung: Gut schlafen

Wie erholsam ist Ihr Schlaf?
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Wien, 14. März 2025 – Die World Sleep Society hat den World Sleep Day ins Leben gerufen, um auf das globale Public Health Thema Schlaf aufmerksam zu machen und um sich die weitreichenden gesundheitspolitischen, wirtschaftlichen sowie individuellen Konsequenzen von Schlafstörungen vor Augen zu führen. Chronische Schlaflosigkeit wurde von der WHO aus mehreren Gründen als eigenständige Krankheit klassifiziert. Langfristiger Schlafmangel beeinträchtigt das subjektive Wohlbefinden, begünstigt das Risiko für weitere Erkrankungen sowie für Straßen- und Arbeitsunfälle und die dadurch jährlich verursachten wirtschaftlichen Belastungen steigen in Milliardenhöhe. Ein weiterer Grund ist, dass chronische Schlaflosigkeit die Lebenserwartung nachweislich reduziert.

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Grundbedürfnis Schlaf
Schlaf ist ein essenzielles Grundbedürfnis für den Erhalt von körperlicher und mentaler Gesundheit. Die Weltgesundheitsorganisation WHO klassifiziert chronische Insomnie als selbständige Krankheit. Sie führt oftmals zu Folgeerkrankungen wie Herzkreislauf-, Stoffwechsel-, Immun- oder mentale Störungen von Depression bis zu Neurodegeneration.
 
«Unter einer chronischen Insomnie versteht man Ein- und Durchschlafstörungen, die mindestens dreimal die Woche und länger als drei Monate auftreten sowie die Tagesbefindlichkeit beeinträchtigen. Patient:innen kämpfen tagsüber u.a. mit Konzentrationsschwierigkeiten, Produktivitätsverlust und Stimmungsschwankungen, all das hat erhebliche Auswirkungen auf deren Alltag. Ebenso leiden Betroffene, die langfristig ein Schlafdefizit aufweisen, oft an einer einhergehenden depressiven Begleitsymptomatik. Hier kommt zum Tragen, dass die eine Erkrankung die andere begünstigt. Mit der insomnischen Störung treten vermehrt Angstgefühle auf, die das individuelle Sozialleben einschränken», beschreibt Dr. Bruno Pramsohler, Schlafmediziner, Neurologe, Psychiater, Psychotherapeut und wissenschaftlicher Leiter der Schlafmedizin des BLEIB BERG F.X. Mayr Retreat.
 
Public Health: Schlafdefizit als Mangel
In Österreich sind 30 Prozent von Schlafstörungen betroffen, acht Prozent entfallen dabei auf die chronische Insomnie. Diese Erkrankung birgt folgenschwere Risiken, einerseits können daraus Komorbiditäten resultieren und andererseits stellt sie eine aktive Gefahr im Alltag dar, da viele Straßen- als auch Arbeitsunfälle auf Schlafmangel zurückzuführen sind.
 
Die Ursachen für Schlafstörungen sind vielfältig. Zu den häufigsten Ursachen zählen Stress, chronische Schmerzen, soziale Medien bzw. die Nutzung von digitalen Geräten und Schichtarbeit. Gesunder Schlaf ist essenziell für den Erhalt von Gesundheit und nicht nur von individueller sowie gesellschaftlicher Bedeutung, sondern er ist auch ein entscheidender Faktor, wenn es um Österreichs Arbeitsproduktivität geht. Das bestätigt auch ein Bericht von RAND Europe über die sozioökonomischen Auswirkungen chronischer Schlaflosigkeit aus dem Jahr 2023. Er zeigt auf, dass chronische Insomnie bei der Erwerbsbevölkerung das Bruttoinlandsprodukt von Österreich jährlich um EUR 2,6 Milliarden mindert.
 
Call-to-Action
Das Future Health Lab hat im vergangenen Jahr im Rahmen eines (von Idorsia unterstützten) Multi-Stakeholder-Prozesses unter Einbindung von Expert:innen, Gesundheitsdienstanbieter:innen sowie Betroffenen von (chronischen) Schlafstörungen in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Schlafmedizin (ÖGSM) sieben gesellschaftspolitische Handlungsempfehlungen definiert. Diese sollen nun der neuen Regierung als Empfehlungen zu dem globalen Public-Health-Thema chronische Schlaflosigkeit überreicht werden.
 
«Diese Empfehlungen sind wertvoll und sollen nicht in einer Schublade verschwinden, sondern Einzug in das Gesundheitswesen finden, um einen praktikablen Fortschritt auf Patient:innen- als auch auf gesundheitspolitischer Seite zu ermöglichen. Was viele nicht wissen, ist, dass Schlafstörungen unabhängig zu diagnostizieren und behandeln sind. Das heißt, an einem Beispiel: Treten sowohl Schlafstörungen als auch Depressionen auf, müssen beide behandelt werden», veranschaulicht Priv.-Doz. Dr. Michael Saletu, Neurologe, Schlafmediziner und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Schlafmedizin (ÖGSM).
 
Wie finde ich wieder zu einem guten Schlaf?
Schlafstörungen sind keine Belanglosigkeit und sollten stets ärztlich abgeklärt werden. Oftmals sind Schlafhygienemaßnahmen ausreichend. Geregelte Schlafzeiten und das Vermeiden von Stress hilft oftmals das Schlafverhalten zu verbessern. Ebenso hat sich die kognitive Verhaltenstherapie als bewährte Therapiemaßnahme erwiesen. Medikamentöse Therapien sind nie das erste Mittel der Wahl. Sie werden erst dann herangezogen, wenn der gewünschte Erfolg bei den vorangegangenen Interventionen ausgeblieben ist.
 
Save the Date
Auch dieses Jahr wird das mittlerweile 3. Sleep Innovation Forum in Kooperation mit Idorsia im Future Health Lab, am Donnerstag, 25. September 2025, stattfinden. Es gilt die sieben zentralen Handlungsempfehlungen, die zuletzt intensiv erarbeitet und entwickelt wurden, durch eine gemeinsame, kollaborative Zusammenarbeit in die Praxis zu überführen – denn „Taten schaffen Fortschritt“. Wir laden alle Interessierten ein, Teil dieses zukunftsweisenden Prozesses zu sein, um die Schlafgesundheit aller in Österreich lebenden Menschen zu fördern und konkrete Umsetzungsaktivitäten voranzutreiben. Seien Sie dabei, wenn innovative Ideen mit praktischen Lösungen verschmelzen.
 
Rückfragen & Kontakt
Silvia Clemenzi
KTHE I Team Farner Group GmbH
Mariahilfer Straße 119/14 | A-1060 Wien
M +43 676 6302583
kthe.at


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Hinweise an die Redaktion

Über Idorsia Schweiz und Österreich
Idorsia Schweiz und Österreich, eine Geschäftseinheit von Idorsia Pharmaceuticals Ltd. strebt nach mehr - wir haben mehr Ideen, wir sehen mehr Möglichkeiten, und wir wollen mehr Patienten helfen. Um dies zu erreichen, möchten wir Idorsia zu einem führenden biopharmazeutischen Unternehmen mit einem starken wissenschaftlichen Kern entwickeln. Mit unserer kommerziellen Präsenz in Allschwil, Schweiz, tragen wir dazu bei, die Ambitionen des Unternehmens zu verwirklichen, innovative Medikamente von der Forschung bis zum Patienten zu bringen.

Unser Ziel ist es, eine kommerzielle Organisation aufzubauen, die Idorsias umfangreiche Produktpipeline aus ihrer Forschungs- und Entwicklungsabteilung auf den schweizerischen und österreichischen Markt bringen wird - mit dem Potenzial, das Leben vieler Patienten zu verändern. Idorsia Pharmaceuticals Ltd. hat ihren Hauptsitz in Allschwil, Schweiz, und wurde im Juni 2017 an der SIX Swiss Exchange gelistet (Tickersymbol: IDIA). Das Unternehmen beschäftigt über 550 hochqualifizierte Spezialistinnen und Spezialisten, die sich für die Umsetzung unserer ehrgeizigen Ziele einsetzen.

Über «Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Belastungen durch Schlaflosigkeit bei Erwachsenen: Eine internationale Studie»
Ziel dieser Studie war die Identifizierung und Quantifizierung der gesellschaftlichen Belastungen durch Schlaflosigkeit und der daraus resultierenden Folgen, sowohl hinsichtlich der indirekten wirtschaftlichen Kosten (d. h. nicht mit der Gesundheitsversorgung zusammenhängende Kosten) als auch der immateriellen Kosten (d. h. Kosten, die nicht direkt durch wirtschaftliche Transaktionen zu beobachten sind, aber dennoch Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Betroffenen haben). Auf der Grundlage dieser Ergebnisse enthält der Bericht Empfehlungen für zukünftige politische Strategien, klinische Praxis und Forschung, um die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Schlaflosigkeit abzumildern.

Der Schwerpunkt dieser Forschung lag auf der allgemeinen erwachsenen Bevölkerung in Ländern mit einem hohen Einkommen in Nord-, Süd- und Westeuropa sowie Nordamerika und Australien, die zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehören. Die Forschungsmethodik umfasste einen Literaturüberblick, sekundäre Datenbankanalysen und die Entwicklung eines makroökonomischen Modells zur Schätzung der indirekten wirtschaftlichen Kosten im Zusammenhang mit Schlaflosigkeit. Detailliertere Informationen zur Methodik finden Sie hier.

«Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Belastungen durch Schlaflosigkeit bei Erwachsenen: Eine internationale Studie» wurde von Idorsia Pharmaceuticals Ltd. Schweiz finanziell unterstützt und von RAND Europe unter Beratung durch einen Lenkungsausschuss durchgeführt, dessen Mitglieder vom Forschungsteam von RAND Europe aufgrund ihrer fachlichen Expertise und Objektivität ausgewählt wurden.

RAND Europe hatte die vollständige redaktionelle Kontrolle und Unabhängigkeit hinsichtlich der durchgeführten und im Bericht präsentierten Analysen. Der Bericht wurde gemäß den Qualitätssicherungsstandards von RAND Europe per Peer Review geprüft. Diese Arbeit soll zum Gemeinwohl beitragen und darf nicht als kommerzielle Unterstützung eines bestimmten Produkts oder Services verstanden werden. Die in diesem Bericht dargestellten Perspektiven und etwaigen Fehler sind die der Autoren.

RAND Europe ist ein hochangesehenes, nicht gewinnorientiertes Forschungsunternehmen, das durch Forschung und Analyse zu besseren politischen Entscheidungsfindungen beiträgt. Die gesamte Forschungsarbeit von RAND unterliegt einer strengen Überprüfung durch Expertinnen und Experten, um hohe Standards bezüglich Forschungsqualität und Objektivität zu gewährleisten.